Embraer T-27 Tucano

Das Original

Die Embraer EMB 312 Tucano ist ein in Brasilien entwickelter, zweisitziger Turboprop Trainer. Der Erstflug der Prototypen war im Jahr 1980, die ersten Maschinen wurden 1983 mit der Bezeichnung T-27 ausgeliefert. Weltweit wird die
Tucano
in militärischen Kunstflug Staffeln geflogen, berühmt ist die Brasilianische Staffel Esquadrilha da Fumaça.

  • Triebwerk: Pratt & Whitney Canada PT6A-25C
  • Speed: 319km/h
  • MAX Speed: 448km/h
  • Flughöhe: 9000m
  • Reichweite: 2000km
  • Gewicht: 1800kg
  • Spannweite: 11,14m
  • Länge: 9,89m


Elegant: Die Tucano im langsamen Überflug


Abdeckung der Flächenscheinwerfer


Abdeckung der Positionslichter und -blitzer


Verkabelung der Flächenbeleuchtung


Montage des Bugscheinwerfers


Funktionstest Positionsblitzer


Das Abschlusslicht leuchtet und blitzt gleichzeitig


Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Das Modell

Das Modell der T-27 Tucano hat eine Spannweite von 3,00m und wurde von Matthias Paul gebaut. Angetrieben vom JetCat SPT5 Turboprop Triebwerk mangelt es der Maschine nicht an Leistung. Mit Hilfe von Originalbildern wurde die Beleuchtung der Tucano ermittelt und sollte zu 100% auch beim Modell umgesetzt werden. Keine Kleinigkeit wie sich in diesem Fall herausstellte: Insgesamt drei Landescheinwerfer, je einer in der Fläche und ein dritter am Bugrad, Positionslichter (Navlights) sowie Positionsblitzer an den Flügelspitzen und ein Abschlusslicht am Seitenruder das sowohl leuchtet als auch blitzt. Das ergibt 8 Leuchtmittel die bei dem bevorstehenden Aufwand auch wirklich gut zu sehen sein sollten. Das Team von OPTOTRONIX stellte darauf hin ein Set zusammen, das für alle Beleuchtungen 3Watt Emitter vorsieht, nur das Seitenruder bekam eine 10mm 4-Chip Hochleistungs LED, da diese wie angegossen an die vorgesehene Stelle des Seitenruders passte und eine extra Verglasung so entfiel. Bei solchen speziellen Wünschen wird für das OPTOTRONIX ACL ProControl Modul eine Software maßgeschneidert, damit stand auch ein Ausgang zur Verfügung, der es ermöglicht, dass das Abschlusslicht sowohl leuchtet (50% gedimmt) als auch stark „darüber“ blitzt. Für alle Landescheinwerfer wurden sogenannte warmweiße Emitter verwendet, damit diese auch wie echte Glühlampen wirken (eben ein sehr warmer Weißton), für die Positionsblitzer wurden kaltweiße Emitter verwendet, dieser Weißton entspricht farblich einem Stroboskop.

Während unser Team das Set zusammenstellte machte sich der Besitzer, Matthias Paul, an die Verkleidungen. Dazu wurden die entsprechenden Stellen aus der Tragfläche getrennt und tiefgezogen. Diese Tiefziehteile wurden teils schwarz lackiert, vor allem die Landescheinwerfer der Tragflächen wurden nach oben abgeblendet und strahlen anders als der Bugscheinwerfer schräg nach unten, was natürlich von der original T-27 recherchiert wurde. Mit ebenfalls schwarzen Schrauben wurden die Teile dann später aufgesetzt. In die Tragfläche mit Styrokern wurden die Kabelkanäle gebohrt, je ein Kanal zu den Flügelspitzen und den Landescheinwerfern. Zur Verkabelung eignet sich Litze mit einem Querschnitt von 0,14qmm und um das Gewicht so gering wie möglich zu halten, wurde nur eine PLUS Leitung verlegt, von jedem Leuchtmittel führt dann die entsprechende MINUS Leitung zurück (das ACL ProControl Modul arbeitet mit einer gemeinsamen PLUS Schiene). Als Kupplung für mehrere Leitungen in einer Fläche hat sich das Multiplex Stecksystem bewährt. Damit die Pin Belegung später noch nachvollzogen werden kann sollte jede Leitung beschriftet werden, spätestens bei einer anstehenden Reparatur wird man dafür dankbar sein!

Nun zum Einbau der Leuchtmittel. Da genügend Platz vorhanden ist, werden Emitter mit Aluminium-Grundfläche verwendet, zusätzlich wird ein kleiner Rippenkühlkörper unter Verwendung von Wärmeleitkleber montiert. Damit ist ausreichende Kühlung gewährleistet und die Lebensdauer des Emitters praktisch unlimitiert. Im Dauerbetrieb kann sich ein Emitter mit dieser Kühlung auf höchstens 40°C erwärmen. Um vollends auf Nummer sicher zu gehen, wurde beim montieren des Tiefziehteils unter einer Schraube auf der Oberseite der Tragfläche eine kleine Unterlagscheibe unterlegt, dadurch steht die Abdeckung mittig kaum sichtbar von der Tragfläche ab. Zusammen mit zwei 3mm Bohrungen an der Unterseite des Tiefziehteils (somit nicht sichtbar) kann so Luft durch den Beleuchtungsraum strömen. Dieser Trick hat sich absolut bewährt: Der Luftstrom ist trotz der sehr kleinen Öffnungen so groß, dass es verbliebene Styropor Kugeln aus dem Kabelkanal gesogen hat, der Beleuchtungsraum war nach dem ersten Flug mit Kügelchen gefüllt! Übrigens: Glühlampen haben einen Wirkungsgrad von 5%, LEDs aber 90%, damit entspricht die Leuchtkraft der 3Watt Emitter ungefährt einer 45Watt Halogenbirne, bei den Landescheinwerfern wird jetzt noch auf einen Lichtkegel von 18° gebündelt, schauen Sie hier auf keinen Fall von nahem in den Scheinwerfer!

Alle Landescheinwerfer bekommen eine 36mm Optik mit einem Lichtkegel von 18°, die Emitter haben alleine einen Lichtkegel von 160°, das ist ideal für Positionslichter die in alle Himmelsrichtungen sichtbar sein sollen, Landescheinwerfer haben jedoch immer einen schmalen Lichtkegel. Für den Bugscheinwerfer wurde diese Optik auf ein Alu Rohr gesetzt (das gleichzeitig der Kühlung des Emitters dient) und das ganze silber lackiert.

Am Seitenruder war das Abschlusslicht angedeutet. Dieses wurde entfernt und durch die 10mm LED ersetzt, welche später gleichzeitig leuchtet und blitzt. Um hier ganz sicher keine Störungen der Empfangsanlage zu verursachen, wurde für diese LED abgeschirmtes Kabel verlegt. Da das Seitenruder ausgehängt werden kann, wurde auch hier eine Steckkupplung zwischengelötet.

Um die vielen und starken Leuchtmittel betreiben zu können wurde das OPTOTRONIX ACL ProControl DUO verwendet, so können über einen Kanal 8 Funktionen gesteuert werden.


Landescheinwerfer
Das Material

Summa Summarum wurden in die T-27 Tucano mit Turboprop Triebwerk folgende Komponenten von OPTOTRONIX eingebaut:

  • Ansteuerung: ACL ProControl DUO
  • Positionslichter: Emitter Technik
  • Landescheinwerfer: Emitter Technik, 36mm Optik
  • Abschlusslicht: 10mm 4-chip LED
  • Abdeckungen: selbst tiefgezogen
  • Besonderheiten: Abschlusslicht leuchtet und blitzt gleichzeitig
  • Litzen: 0,14qmm verdrillt
  • Kupplungen: MPX
  • Kühlung: Rippenkühlkörper 19mm
  • Einbauzeit: 26h nachträglich